Nachwuchs gesucht!

So langsam wird’s brenzlig!

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Seit 1864 engagieren sich Ebersbacher Bürger im Rahmen der Freiwilligen Feuerwehr, um bei Unglücksfällen jeden in Not geratenen Menschen schnell und qualifiziert zu helfen, Tiere und Sachwerte zu retten und zu schützen und die Umwelt vor Schaden zu bewahren. Manch schwierige Zeit galt es seither zu überstehen. Doch konnten sich die Ebersbacher Einwohner bisher stets auf ihre Feuerwehr verlassen.

So soll und muss es auch bleiben!

Haben unsere Ahnen früher die Einsätze mit einfachstem technischen Gerät bewältigt, stehen uns heute modernste Fahrzeuge und Ausrüstungen zur Verfügung.

Doch nicht nur die Technik hat sich verändert seit aus den Reihen der Ebersbacher Turner die erste Freiwillige Feuerwehr des Ortes hervorging. Früher war es für jeden eine besondere Ehre, wenn man in die Reihen der Feuerwehr aufgenommen wurde. Heute sieht das leider anders aus. Momentan sind wir über jeden Bürger froh, der bei der Feuerwehr mitarbeitet. Leider sind dazu immer weniger Menschen bereit bzw. in der Lage. Die Zeiten haben sich eben geändert.

Wie viele Freiwillige Feuerwehren in ganz Deutschland, aber vor allem die Wehren im ländlichen Raum haben auch wir derzeit mit personellen Engpässen zu kämpfen. Die schlechte wirtschaftliche Situation in unserer Region zwingt immer mehr junge, gut ausgebildete Kameraden, sich fern der Heimat einen Arbeitsplatz zu suchen.

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Das hat natürlich Konsequenzen. Unsere Personaldecke schrumpft immer weiter und gerade wochentags zwischen 6 und 18 Uhr stehen uns nicht genügend Einsatzkräfte zur Verfügung, um die volle Einsatzbereitschaft stets 100%ig zu garantieren.

In der Presse war in letzter Zeit viel darüber zu lesen, dass Gemeinden mit benachbarten Orten Löschhilfeverträge schließen, um die Einsatzbereitschaft abzusichern.

Mit oder ohne Vertrag – bei größeren Einsätzen ist jede Feuerwehr auf die Hilfe der Kameradinnen und Kameraden benachbarter Wehren angewiesen.

Da aber die meisten Feuerwehren in unserer Region ähnliche personelle Sorgen haben, ist diese Verfahrens- weise auch nur bedingt geeignet, den wirksamen Schutz der Bevölkerung jederzeit zu garantieren.

Letztlich ist es notwendig, dass wieder mehr Bürgerinnen und Bürger bereit sind, bei der Freiwilligen Feuerwehr mitzuarbeiten.

Aber auch die Arbeitgeber sind aufgerufen, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die sich in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren, keine Steine in den Weg zu legen, wenn es darum geht, auch mal während der Arbeitszeit zu Einsätzen auszurücken. Schließlich kann jeder als Privatperson aber auch als Inhaber eines Unternehmens in Folge technischen oder menschlichen Versagens aber auch durch höhere Gewalt Opfer von Bränden oder anderen Unglücksfällen werden. Schnell wird dann mittels der (inzwischen europaweit einheitlichen) Notrufnummer 112 nach der Feuerwehr gerufen. Bisher galt es als selbstverständlich, dass diese in kurzer Zeit kommt und hilft. Damit das auch in Zukunft so selbstverständlich bleibt, braucht nun die Feuerwehr Ihre Hilfe.

Was können wir Ihnen bieten und was verlangen wir?

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Sie bekommen bei uns Gelegenheit, einem Teil ihrer Freizeit einen neuen Sinn zu geben und sich gleichzeitig für das Wohl der Allgemeinheit einzusetzen. Sie haben die Möglichkeit, mit modernster Technik umzugehen und lernen neue Menschen kennen. Menschen, denen Nächstenliebe, Kameradschaft, Verantwortungsbewusst- sein und Disziplin noch viel bedeuten. Sie können sich soziale Kompetenzen aneignen, die gerade heute im Berufsleben von unschätzbarem Wert sind. Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Ordnungssinn, Belastbar-keit und Kritikfähigkeit sind nur einige Fertigkeiten, die man sich beim Feuerwehrdienst ganz nebenbei und automatisch aneignet und auf die viele Arbeitgeber

besonderen Wert legen. Sie kommen in eine Gemeinschaft, die großes Ansehen und Vertrauen in der Bevölkerung genießt. Und wer uns kennt der weiß, dass wir auch die Geselligkeit mögen und zu feiern verstehen wenn es einen Anlass dafür gibt.

Wir erwarten jedoch von jedem der bei uns mitarbeiten möchte die Bereitschaft, sich aktiv in unsere Gemeinschaft einzubringen und die notwendige Ausbildung zu absolvieren, die unerlässlich ist, um an Einsätzen teilnehmen zu können. Ferner sind Disziplin, Ehrlichkeit und kameradschaftliches Verhalten sowie die Anerkennung unserer demokratischen Ordnung gemäß den Zielen des Grundgesetzes notwendig.

Sie müssen keine sportlichen Höchstleistungen vollbringen können, um in der Feuerwehr mitarbeiten zu dürfen. Sie sollten aber schon über einen guten Gesundheitszustand verfügen und auch geistig fit sein. Besonders viel Mut und Tapferkeit sind nicht nötig. Vielmehr sind Vorsicht und überlegtes Handeln gefragt wenn es gilt, den Gefahren, welche der Feuerwehrdienst bisweilen mit sich bringt, zu begegnen.

Die Mitgliedschaft in der Feuerwehr kostet kein Geld. Sie werden dabei aber auch nicht in finanziellem Sinne reich. Die persönliche Schutzausrüstung wird durch die Gemeinde gestellt. Für Einsätze zu bestimmten Zeiten gibt es lt. Entschädigungssatzung der Gemeinde eine Aufwandsentschädigung. Bei allen Tätigkeiten im Rahmen des Feuerwehrdienstes sind Sie versichert.

Der Feuerwehrdienst ist auch bei Weitem nicht so gefährlich, wie es bisweilen in den Medien (besonders in manchen Spielfilmen oder Serien) dargestellt wird.

Durch strenge Unfallverhütungsvorschriften, modernste Schutzausrüstung und eine gute Ausbildung entsprechend der geltenden Dienstvorschriften und Regelungen ist es in der Vergangenheit in unserer Wehr zu keinen größeren Unfällen gekommen. Auch das möge so bleiben!

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Wenn Sie sich also vorstellen können, bezüglich der Sicherheit Ihrer Familie, Ihrer Freunde, Nachbarn, Kollegen und Mitmenschen selbst ein Stückchen Verantwortung übernehmen zu wollen, sind Sie herzlich eingeladen, ganz unverbindlich bei uns vorbeizuschauen sowie unsere Kameradinnen und Kameraden aber auch die Feuerwehrtechnik kennen zu lernen.

Wir geben gerne über unsere Arbeit Auskunft und Ihnen die Möglichkeit, uns bei den Ausbildungsdiensten über die Schulter zu schauen bzw. selbst mal mit Hand anzulegen. Wenn Sie also in Ebersbach wohnen, mindestens 18 Jahre alt (zwischen 16 und 18 Jahren ist das Einverständnis der Eltern notwendig) und bereit sind, einen Teil Ihrer Freizeit in den Dienst einer guten Sache zu stellen, sprechen Sie uns an!